Der Ausbruch des Eyjafjallajökull – der einen Leid, der anderen Freud…

Wer hätte das gedacht: ein Vulkan spuckt Asche und legt dadurch den Flugverkehr in weiten Teilen Europas über Tage hinweg lahm. Viele ärgern sich darüber und tragen mitunter großen Schaden davon. Andere wiederum profitieren – das sind in erster Linie Bahn-,  Bus- und Taxiunternehmen,  sowie Autovermieter, auf die „gestrandete“ Flugpassagiere jetzt nach Möglichkeit ausweichen (müssen). Sehr schnell reagiert hat (wiedermal) die Autovermietung Sixt, die, obwohl die Umsätze des Unternehmens dieser Tage ohnehin in die Höhe schnellen dürften, den Vulkanausbruch gleich für die eigene Kommunikation nutzt:

Derzeit ist das Sujet nur auf der Startseite der deutschen , britischen und französischen Sixt-Website zu sehen. Ob es zu einer breiteren Auseinandersetzung  in anderen Medien kommen wird, ist wohl stark abhängig davon, wie lange der Vulkan aktiv bzw. das Thema aktuell bleibt.

Über Geschmack lässt sich zwar nicht streiten, aber was meint ihr? Clever und gut reagiert oder in Anbetracht der negativen Folgen, die der Vulkanausbruch für viele Unternehmen und auch Privatpersonen hat, schlicht fehl am Platz und geschmacklos?

2 Kommentare

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2 Antworten zu Der Ausbruch des Eyjafjallajökull – der einen Leid, der anderen Freud…

  1. Michi

    Natürlich herrschen auf dem Markt Angebot und Nachfrage, jedoch wird hier aus der Not der Menschen Profit geschlagen. Man hört ja von Hotelzimmern, die auf einmal statt 50 € 200€ kosten und für einen gemieteten Smart von Barcelona nach Wien zahlt man 3.000 €. Das ist in meinen Augen höchst unseriös und unmoralisch. Inwieweit Sixt seine Preise vernünftig gestaltet, weiß ich nicht. Die Idee des Sujets ist gut (a la event triggering), aber häßlich umgesetzt. Auf der website wird es aber nicht viel nützen, denn wenn ich mich hinklicke, hab ich vorher schon gewusst, dass ich statt dem Flugzeuge ein Mietauto nehmen will …. Was das Sujet psychologisch beim Kunden bewirkt, kann ich so nicht beurteilen.

  2. commsa

    Also ich muss sagen, dass ich positiv überrascht war. Dass man so schnell auf aktuelle News reagiert, ist schon beachtlich. Ich finde auch nicht, dass man hier Profit aus dem Leid anderer schlägt. Was mich jedoch auch interessiert: Integrierter Kommunikation wird ja immer vorgeworfen, dass sie nicht schnell auf Umweltveränderungen reagieren kann und sich nur langsam dem Markt anpasst. In diesem Fall würde ich dem aber komplett entgegensprechen. Formal ist das Ganze wunderbar integriert, inhaltlich mit einer ähnlichen Tonalität versehen und zeitlich – das habe ich noch nie ganz verstanden – aber durch die schnelle Reaktion ist das doch wohl auch zeitlich integriert. Was meint ihr?

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