Commpinion – Erfahrung 2.0

Als wir – neun Studenten und Studentinnen des FH Studiengangs Kommunikationswirtschaft – im Jänner dieses Jahres beschlossen, unseren Commpinion-Blog zu gründen, war unsere Intention, den Umgang mit dem Medium „Blog“ zu erfahren und unsere an der FH so zahlreich erworbenen Kenntnisse auch in der Praxis zu testen. Darüber hinaus wollten wir herauszufinden, wie die Community/Redaktion hinter einem solchen Blog funktioniert, wie man möglichst große Reichweiten mit Blogs erzielt und zu erfahren, wie ein Blog in der Kommunikation zielführend eingesetzt werden kann.

Da sich die Zeit als FH KOMM-Student/-in langsam aber sicher dem Ende neigt, wollen wir dies zum Anlass nehmen, um unseren Blog zu reflektieren und gemeinsam mit euch, liebe User, die Ergebnisse unseres „kleinen Forschungsprojekts“ zu diskutieren und unsere Erfahrungen zu teilen.

Zuerst einmal unsere „hard facts“: Unser Blog ging am 18. Jänner online und seitdem wurden 39 Artikel veröffentlicht, darunter auch 2 Gastbeiträge. Unsere Beiträge wurden mit insgesamt 72 Kommentaren beantwortet und brachten ca. 600 Aufrufe pro Monat.

Uns war es auch wichtig, herauszufinden, welche Artikel die meisten Leser brachten – also welche Themen für unsere Leser am interessantesten waren. Die zwei meistgelesenen Beiträge waren laut WordPress-Statistik die zwei Bundesheer-Artikel „So deppert, dass er schon wieder genial ist – der neue Bundesheer Heer4u Spot“ und „Eine Lanze brechen für das Bundesheer… oder warum der Panzerspot eine differenziertere Betrachtung verdient“. An dritter Stelle kommt „Guerilla Marketing by Heineken“, gefolgt von „Heimat bist du großer Söhne und Töchter“ sowie „Blogs – die Spitzendisziplin der Integrierten Kommunikation“. Zum einen vermuten wir daher, dass Themen, die gleichzeitig auch in anderen Medien aktuell sind, auch hier viele Leser anziehen. Andererseits können auch bekannte Markennamen die Useranzahl steigern. Der in der Aufzählung letztgenannte Beitrag ist möglicherweise deshalb in den Top 5 vertreten, da dieser schon die längste Zeit online ist. Wir wollen daher nicht verallgemeinern, welche Themen ein Indiz für hohe Userzahlen sind.

Wesentlich für eine hohe Userzahl sind aber nicht nur die Themen, sondern wahrscheinlich auch die Art und Weise der „Bekanntmachung“ der Beiträge. Da bei uns alle Beiträge in den gleichen bzw. ähnlichen Foren verlinkt wurden und somit eine sehr ähnliche Bekanntmachung erfolgte, können wir hier keine Ergebnisse erkennen.

Ein Ergebnis ist sicher auch, das bei ständig wechselnden Themen (auch wenn sie um ein großes Generalthema wie Kommunikation kreisen), schwer ein Dialog zustande kommt. Es wäre durchaus möglich, auf Kommentare auch mit einem Blogbeitrag zu antworten und gewisse Themen zu vertiefen oder zu erweitern. Aufgrund der Struktur der Redaktion, die allen Chancen geben sollte zu bloggen, war dies aber nur schwer möglich. Im Regelfall, wenn Blogs von Einzelpersonen betrieben werden, ist dies leichter der Fall.

Da ein Blog – als Medium des Web 2.0 – durch Interaktivität, Feedbackmöglichkeit und Dialog gekennzeichnet ist, ist nun vor allem deine Meinung gefragt:

1 Kommentar

Eingeordnet unter Online

Eine Antwort zu Commpinion – Erfahrung 2.0

  1. Liebes Commpinion-Team,

    Marktforschung ist immer gut und ich fand einige der Artikel hier sehr lesensewert, auch wenn sie nicht in den Top 5 waren. Aufsehenerregende Stories (und Titel) steigern sicher die Userzahlen, aber relevante Sachen werden auch noch nach Jahren über Google gefunden. In so fern hoffe ich, dass der Blog die Studienzeit der Gründer überlebt! Ob mit dem aktuellen Team oder in Übergabe an die nächste Generation…

    BEste Grüße in den Süden!

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